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Hundebegnung in einem Lokal

Montag, 15. Februar 2010

Bei einem Hundetraining in einem Lokal hatten wir folgende Situation:

Unsere Hunde lagen ruhig unter dem Tisch als ein andere Gast in diesem Lokal aufstand und mit seinem Hund zu Ausgang wollte. Dieser Hund zog jedoch seinen Halter an unseren Tisch und wollte  mit unseren Hunden Kontakt aufnehmen. Ich konnte den Halter gerade noch rechtzeitig davon abhalten und erhielt dafür völliges Unverständnis und den Kommentar, sein Hund tue doch nichts und wolle doch nur spielen.

Es geht doch dabei nicht darum, ob in dieser Situation ein Hund etwas tut oder nicht. Ein Lokal ist in meinen Augen keine Spielwiese für Hunde und kein Platz um auszutesten ob sich Hunde vertragen oder nicht.  Es ist schön, wenn es Lokale gibt, in denen Hunde erlaubt sind und der Vierbeiner seinen Menschen begleiten darf. Aber es gehört auch als Hundehalter die Verantwortung dazu, sich an Regeln zu halten und auch Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen.

Angst vor dem eigenen Hund - häufig ein totgeschwiegenes Thema

Sonntag, 01. März 2009

Ein Thema, dass mir persönlich sehr am Herzen liegt. Wenn ich in verschiedenen Situationen Angst vor meinem eigenen Hund habe, kann in der Mensch-Hundbeziehung irgendetwas nicht stimmen. Ich möchte ein paar Beispiele aus unserer Arbeit nennen und das sind keine erfundenen Geschichten sondern die Realität:

Der Hund liegt auf der Couch und ich möchte mich ebenfalls auf die Couch setzten. In diesem Moment knurrt der Hund. Ich nehme vielleicht noch einen Gegenstand zur Hilfe um den Hund wegzuschieben, weil ich Angst habe, wenn ich mich dazu setze oder den Hund mit der Hand von der Couch hole, dass er zuschnappt.

Ich gehe mit meinem Hund an der Leine spazieren. Da mein Hund keine anderen Hunde mag, gehe ich der Situation lieber aus dem Weg und mache einen großen Bogen. Denn die letzte Erfahrung war ein Biss in meiner Hand von meinem Hund, weil er nicht zu dem anderen Hund kam um mit ihm zu raufen.

Mein Hund hat auf dem Spaziergang ein leckeres Brötchen gefunden. Doch ich habe keine Chance näher als 2 Meter an ihn ranzukommen, geschweige das Brötchen wegzunehmen, denn er würde sofort auf mich richtig losgehen. Also überlasse ich ihm das Brötchen, warte bis er es genüsslich gefressen hat, denn dann ist alles wieder in Ordnung.

Das sind nur ein paar Beispiele. Diese Liste könnte endlos sein und ist durchaus noch steigerungsfähig.  Oft gehen Menschen eher den Situationen mit Ihrem Hund aus dem Weg, weil sie in dem Augenblick entweder unsicher sind und nicht wissen wie sich ihr Hund verhält, Angst haben, ihr eigener Hund könnte sie beißen oder auch die Erfahrung einmal oder mehrmals gemacht haben.

Sicherlich kann ich so leben, dass ich für diese verschiedensten Situationen andere Wege finde um dem Ganzen aus dem Weg zu gehen. Aber kann das wirklich richtig sein? Wer ist in dieser Beziehung wirklich der Chef? Wäre es nicht wichtig, daran zu arbeiten und diese Dinge zu klären, denn was mache ich, wenn ich der Situation einmal nicht mehr ausweichen kann? Fragen, die man sich vielleicht einmal stellen und ernsthaft darüber nachdenken sollte.

Wann beginnt Aggression?

Sonntag, 01. März 2009

Es sollte jederzeit möglich sein, dem Hund einen Knochen wegnehmen zu können. Das gleiche gilt auch z. B. für Spielzeug. Beutemotiviertes Aggressionsverhalten ist häufig ein Auslöser für eine Bissverletzung.

Oft hören wir in unserer täglichen Arbeit, dass bisher immer alles in Ordnung war und plötzlich hat der Hund geschnappt oder sogar gebissen. Betrachtet man dann jedoch die Verhaltensentwicklung des Hundes, erkennt man viel früher die ersten Anzeichen für solch ein späteres Verhalten.

Doch wann beginnt der Hund tatsächlich schon seine Beute zu verteidigen und wie erkenne ich das als Mensch? Meist fängt alles ganz harmlos an. Der Hund kaut genüsslich und ich streichle den Hund. In dem Moment wird er steif, die Muskeln spannen sich an und er hört auf zu fressen. Unbewußt ohne mir vielleicht Gedanken zu machen gehe ich wieder weg und der Hund hat sein erstes Erfolgserlebnis. Zu einem anderen Zeitpunkt gehe ich nicht gleich wieder und der Hund reagiert dann vielleicht schon mit einem Knurren. Wenn das Knurren nicht mehr ausreicht, kommt dann das “Zähne” zeigen noch dazu. So steigert sich das Verhalten langsam immer weiter. Wichtig ist, aber die Anfänge zu erkennen und hier schon zu reagieren. Gerade in der Welpenerziehung und Entwicklung ist das ganz wichtig. Oft vergisst man in dieser Zeit, dass der Hund einmal groß ist und vielleicht 20, 30 oder noch mehr Kilo hat. Das Verhalten des Hundes ist das gleiche, nur die Auswirkungen und die Verletzungen sind dann andere.